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Ärzte

Ärztekammer Nordrhein warnt vor „geschäftsmäßiger Medizin“

Die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein hat vor einem Diktat der Ökonomie in der Medizin gewarnt. Zeitdruck und immer mehr geschäftsmäßig geprägte Entscheidungen im stationären wie auch im ambulanten Sektor brächten die Ärzte zunehmend in ein Spannungsfeld zwischen ihrem Berufsethos und ökonomischen Zwängen. Die Kammer stellte drei Forderungen auf.

Um die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen wieder stärker am Patientenwohl auszurichten, forderte die Kammerversammlung:

1. Eine grundlegende Reform des DRG-Systems.

Krankenhausfinanzierung dürfe sich nicht nur an Fallzahlen und Leistungen, sondern müsse sich auch an notwendigen Vorhaltungen für eine patienten- und bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung orientieren.

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2. Eine auskömmliche Krankenhausfinanzierung durch die Bundesländer.

Nur eine ausreichende Krankenhausfinanzierung der bedarfsnotwendigen Krankenhäuser verhindere langfristig Fehlanreize zur Mengenausweitung und könne zu einer arbeitsteiligen Zusammenarbeit der Krankenhäuser untereinander und mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten führen.

3. Wirksame gesetzliche Regelungen zur Eindämmung von Konzernbildung in der ambulanten Versorgung sowie eine Finanzierung der ambulanten Versorgung, die den erbrachten Leistungen und dem Investitionsbedarf gerecht wird.

Die Ausbreitung von Medizinischen Versorgungszentren in der Hand von kapitalgetriebenen Fremdinvestoren könne die ambulante, flächendeckende medizinische Versorgung durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte bedrohen. Die Kammerversammlung habe daher bereits in der letzten Wahlperiode konkrete Vorschläge zur gesetzlichen Regulierung unterbreitet, die nun endlich aufgegriffen werden müssten.